Erste Auflage des KO-Pokals der Kreis Teck und Kreis Stauferland sorgt für richtig Stimmung

Seit Jahren war der „Gau Jugend KO-Pokal“ im Kreis Teck eine feste Größe für die Schützenjugend. Die Jugendlichen mussten sich dabei über mehrere Runden im KO-Modus beweisen und das Finale der besten zwei Jungschützen wurde im Rahmen der Luftpistolen-Bundesliga-Partie des TSV Ötlingens in Kirchheim/Teck ausgetragen. Dieses Finale war jahrelang der Höhepunkt für Jugendliche schlechthin – wer bei so einer Kulisse bestehen kann, darf sich wirklich „cool“ nennen.

Leider macht sich der demografische Wandel und die damit rückläufige Zahl der Jungschützen auch bei diesem Wettkampfformat bemerkbar. Deshalb wurden die KO-Duelle pro Altersklasse zuletzt immer weniger, was eine Austragung immer schwieriger zu machen schien. Zudem bestand aufgrund des letztjährigen Abstiegs des TSV Ötlingens dieses Jahr nicht mehr die Möglichkeit das Finale in dem gewohnten Rahmen auszurichten.
Auf der anderen Seite war eine solche Veranstaltung im Nachbarkreis Stauferland bisher nicht bekannt.

Die beiden Vereinskameraden Markus Gräwe (Kreissportleiter Kreis Stauferland) und Matthias Braun (Kreisjugendleiter Kreis Teck) vom SV Hattenhofen und SV Neidlingen beschlossen im Sommer 2026 aus dieser Not eine Tugend zu machen und forcierten eine Kooperation beider Kreise im Rahmen dieser Veranstaltung. Ziel der beiden war es, eine ähnlich gute Stimmung zu erzeugen, wie dies im Rahmen der Bundesliga-Partie immer der Fall ist. Die Idee stieß bei den beiden Ausschüssen auf offene Ohren und so wurde in Windeseile ein gemeinsamer KO-Pokal initiiert.
Die Resonanz der Vereine beider Kreise war riesig und so konnte man über 60 Anmeldungen entgegennehmen. Mit dem Schützenhaus in Hattenhofen hatte man eine fast optimale Anlage für diese Großveranstaltung gefunden.
Da die verschiedenen Runden für die Altersklassen Lichtgewehr aufgelegt, Lichtgewehr freihand, LG Schüler, LG Jugend, LG Junioren II, LG Junioren I und LuPi Allg. bei einer so großen Teilnehmerzahl entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen und die Organisatoren das Ziel hatten, möglichst viele Teilnehmer bis zum Schluss auf der Anlage zu halten, organisierte man zu den ganzen Durchgängen noch ein Rahmenprogramm von sechs Stationen. Die hierzu benötigten Helfer konnten aus beiden Kreisen rekrutiert werden.

Am Wettkampftag, Samstag, 19. September 2026, fand dann bei besten Wetterbedingungen der erste gemeinsame KO-Pokal beider Kreise statt. Bis auf ein technisches Problem gleich zu Beginn lief die Großveranstaltung mit insgesamt über 85 Personen auf dem gesamten Gelände nahezu reibungslos durch. Es kam bereits in den Vorrunden zu spannenden Wettkämpfen mit einer mehr als ordentlichen Zuschauerzahl. Bei den LuPi-Schützen musste einmal sogar ein Stechschuss über das Weiterkommen entscheiden. Bereits hier machte das Publikum ordentlich Stimmung und beiden Jugendlichen war die Anspannung sprichwörtlich anzusehen. Doch das sollte noch gar nicht mit dem späteren Finale vergleichbar sein.
Zwischenzeitlich konnten die Jugendlichen sich an den Stationen des Rahmenprogramms ausprobieren. Neben Highlights wie Blasrohrschießen und einem akustischen Schießen, bei dem man nach Gehör zielen musste, gab es noch diverse Geschicklichkeitsspiele im Angebot. Als Belohnung wartete für denjenigen, der bis zum Schluss blieb, die Chance auf ein Ticket in den Erlebnispark „Tripsdrill“.

Gegen 16:15 Uhr startete dann das große Finale. Hier ermittelten die jeweils besten zwei Jungschützen aller sieben Altersklassen ihre KO-Pokal-Sieger 2026. Das ganze fand im „alten“ Finalmodus – 10 Schuss auf Zehntelwertung und auf Ansage – statt.
Für dieses Finale haben sich die Organisatoren mehrere Besonderheiten einfallen lassen. Das Publikum in der vollen Schießhalle erhielt Holzrätschen und Trommeln und die Anweisung bei jedem erzielten Zehner Applaus zu klatschen. Außerdem wurden eigens für das große Finale zwei Moderatorinnen engagiert. Sie stellten jeden Jungschützen im Verlaufe der Probe vor und gaben die Zwischenstände der einzelnen Duelle durch. Für besonders viel Gänsehaut sorgte auch der initiale Einmarsch der Jungschützen. Hierbei wurde extra spezielle Einlaufmusik eingespielt, jeder Nachwuchsschütze einzeln aufgerufen und unter tosendem Applaus an seinen Stand begleitet. Die Geräuschkulisse stand den einschlägigen Bundesliga Partien der Profis dabei kaum nach.

Am Ende standen sieben würdige KO-Pokal-Sieger fest, die stolz darauf sein können, wie abgebrüht sie in ihren jungen Jahren schon sind. Das beste Finalergebnis mit 101,0 Ringen konnte die ehemalige Deutsche Meisterin Saskia Wagner von der SG Deggingen erzielen. Ihr – doch auch allen anderen Siegern und Platzierten herzlichen Glückwunsch!

Nach dieser ersten, durchaus gelungenen Veranstaltung folgt nun die Nachbearbeitung und eine eventuelle Planung für das kommende Jahr. Die Organisatoren sind über jegliches Feedback dankbar.

Zum Abschluss ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer aus beiden Kreisen und an den SV Hattenhofen für die Möglichkeit diese Veranstaltung im Schützenhaus ausrichten zu können.

KJLMB