Waren im Vorjahr nur zwei Jugendliche aus dem Kreis Teck in München bei der Deutschen Mannschaft vertreten, hat sich diese Anzahl in diesem Jahr mehr als verdreifacht. Mit jeweils zwei Jungschützen vom SV Dettingen, dem SV Neidlingen und der SGi Holzmaden sowie einem Talent vom SV Brucken sind in 2026 gleich sieben Nachwuchstalente in München vertreten.
Marc Schauer vom SV Dettingen schaffte nach 2024 und 2025 in diesem Jahr bereits die dritte Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Folge. Nachdem er sich im letzten Jahr den Start im KK Liegend-Anschlag erkämpft hatte, reichte es in diesem Jahr sowohl in dieser Disziplin als auch im KK Dreistellungskampf. Neben dem Erreichen der beiden Qualifikationsnormen konnte er sich zudem über zwei hervorragende 5. Plätze in diesen Disziplinen freuen. Herzlichen Glückwunsch!
Seine erste Qualifikation für München erreichte Marcs Vereinskamerad Leo Sigel mit dem Kleinkaliber im KK Dreistellungskampf. Mit 515 Ringen blieb er 5 Ringe über der geforderten Norm und darf sich damit Ende August über den ersten Einsatz in München freuen. Der Schützenkreis gratuliert ganz herzlich!

In der Schülerklasse schafften es gleich zwei Kreiskaderschützen zu ihren ersten Deutschen Meisterschaften. Ronja Schopp von der SGi Holzmaden nutzte die zweite von zwei Chancen sich zu qualifizieren. Während es im LG Dreistellungskampf nicht nach Plan lief, sollte es mit dem Luftgewehr im stehenden Anschlag locker reichen. Mit einem tollen Ergebnis von 196,9 Ringen bei 20 Schüssen belegte sie zudem einen tollen 8. Platz in einem starken Feld der weiblichen Schüler. Herzlichen Glückwunsch!
Auch für David Richter vom SV Brucken war der Wettkampf mit dem Luftgewehr im Glutofen von Ruit erfolgreich. Mit 195,8 Ringen belegte er sogar einen hervorragenden 5. Platz. Damit darf auch er zum ersten Mal die Luft der großen Bühne von München schnuppern. Viel Spaß dabei und herzlichen Glückwunsch!
Der älteste im Kreis der genannten Jugendlichen war Johannes Kling von der SGi Holzmaden. Ihm gelang die Qualifikation mit dem Kleinkaliber im Liegend-Anschlag. Mit 578,7 Ringen lag er souverän mit rund sechs Ringen über der geforderten Norm und konnte sich damit schon frühzeitig über seinen Start in München freuen. Glückwunsch zur ersten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft an Johannes!
In seiner zweiten Disziplin, dem LG stehend reichte es leider knapp nicht für die Qualifikation. Trotz eines tollen 5. Platzes verpasste er die zweite Qualifikation um die Winzigkeit von einem halben Ring – sehr schade!
Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft erkämpfte sich Dominik Grießhaber vom SV Neidlingen quasi auf der Überholspur. Zunächst wollte der heute 16-jährige eigentlich an gar keinen Wettkämpfen teilnehmen. Doch nach einem Start beim Gau Jugend KO-Pokal im Herbst 2025 und der Möglichkeit mit anderen Jungschützen eine Mannschaft bei den Meisterschaften zu bilden, änderte sich seine Meinung. Mit Vereinskameradin Cecilia Linaschke hat er zudem stets ein Vorbild neben sich, an dem er sich orientieren kann. Gemeinsam mit Trainer Matthias Braun absolvierte Dominik einen „schießsportlichen Crashkurs“ und überholte in weniger als sechs Monaten so manchen Kreiskaderschützen. Dabei steigerte er seine Leistung, z. B. im Luftgewehr stehend, von rund 300 Ringen auf knapp 360 Ringe. Trotz dieser rasanten Entwicklung ist es nicht selbstverständlich sich direkt im ersten Meisterschaftsjahr unter die besten Deutschen Schützen der Jugendklasse zu kämpfen. Nach genauer Analyse der Möglichkeiten wurde die Disziplin KK Dreistellungskampf als größtmögliche Chance für eine erfolgreiche Qualifikation ausgemacht. In der Vorbereitung wurde daher vieles auf diese Disziplin ausgerichtet und entsprechend viel trainiert und sogar zuvor noch ein Munitionstest gemacht.
Bei den Landesmeisterschaften lief dann vieles nach Plan. Eher unverhofft ergatterte Dominik im Luftgewehr Dreistellungskampf sogar noch eine Medaille mit seiner Mannschaft. Auch im alles entscheidenden Wettkampf mit dem Kleinkaliber in Ruit behielt er die Nerven. Im Bewusstsein welche Ringzahl er bringen muss, agierte Dominik abgeklärt wie man kaum abgeklärter sein kann. Am Ende erreichte er mit 512 Ringen exakt die im Vorjahr geforderte Norm für die Qualifikation. Bis die endgültige Norm für 2026 dann bekannt war, musste noch gezittert werden. Doch anstatt die Norm zu erhöhen wurde sie sogar auf 510 Ringe abgesenkt. Somit fährt er in seinem ersten Meisterschaftsjahr direkt nach München und ist dort Teil der besten Jungschützen Deutschlands – Mission erfüllt! Auch hierzu herzlichen Glückwunsch!

Die Entwicklung von Cecilia Linaschke wurde auch in anderen Vereinen über die Kreisgrenzen hinaus bemerkt und so bekam sie im Vorjahr erste Anfragen, ob sie nicht Teil einer Mannschaft bei den Meisterschaften werden wolle. Die erste Anfrage ging von einer Kaderschützin des Landeskaders aus. Das klappte am Ende leider nicht. Dennoch konnte man mit zwei Jugendlichen aus der Horber Gegend eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen. Übergeordnetes Ziel war zunächst die Chancen auf eine Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften für Cecilia zu erhöhen. In weiterer Folge könnte vielleicht auch der ein oder andere Podestplatz über die Mannschaft herausspringen, so das weitere Kalkül. Gemeinsam trat die Mannschaft in drei Disziplinen an. Zusätzlich war Cecilia noch in einer weiteren Mannschaft mit ihren Trainern sowie dem LG Mixed am Start.

Am Ende der überaus erfolgreichen Landesmeisterschaften, bei denen sie in drei von fünf Wettkämpfen hervorragende Leistungen zeigte, wäre das Backup der Mannschaft für die Qualifikation gar nicht nötig gewesen. Cecilia erreichte im LG stehend, LG Dreistellungskampf sowie im KK Dreistellungskampf und KK stehend souverän und ungefährdet jeweils die Qualifikation für München. Doch durch die starken persönlichen Leistungen und die guten Ergebnisse ihrer Teamkameraden avancierte sie zur regelrechten Medaillensammlerin. Am Ende sollten es nicht weniger als fünf Podestplätze für die 16-jährige werden.
Dass das Glück auch mit den Tüchtigen ist, bewies der erste Wettkampf im LG Dreistellungskampf. Trotz einer größeren Erkältung in der Vorwoche des Wettkampfes lieferte Cecilia ihre Bestleistung punktgenau ab. Über die sehr starken 585 Ringe waren nicht nur ihre fünf (!) Trainer positiv überrascht. War diese Disziplin zuvor noch als die „Wackeldisziplin“ identifiziert worden, so lag Cecilia rund 10 Ringe über der für die Qualifikation erforderlichen Norm. Zudem reichte es noch zum Vizelandesmeistertitel und hier kommt dann das Glück des Tüchtigen ins Spiel. Sie profitierte in diesem Fall von der Abwesenheit der Kaderschützen, die an diesem Tag bei der Jugendverbandsrunde in München antreten mussten. Doch eine solche Chance muss man auch erstmal nutzen. Gemeinsam mit ihrer Mannschaft reichte es sogar zum Landesmeistertitel in der Teamwertung. Das nächste Highlight folgte direkt im darauffolgenden Wettkampf. In der Disziplin KK 30 Schuss stehend kam es zum erneuten Duell zwischen Cecilia und ihrer Vereinskameradin Saskia Wagner. Beide hatten sich bereits bei den Kreismeisterschaften in dieser Disziplin duelliert. Damals waren sie ringgleich. Dieses Mal entschied ein Ring Unterschied zu Ungunsten von Cecilia. Mit 272 Ringen erkämpfte sie sich allerdings erneut eine Silbermedaille und eine weitere sichere Qualifikation für München. Sowohl im LG Mixed, das eigentlich nur zu Trainingszwecken mitgeschossen werden sollte, als auch im KK Dreistellungskampf lief es für Cecilia nicht ganz so gut, ehe sie ihr Team mit dem Luftgewehr zu einer weiteren Silbermedaille führte. Mit hervorragenden 403,4 Ringen war sie zudem als Achtplatzierte die erste Schützin, die nicht dem Landeskader angehört. So manche Kaderschützin konnte sie mit diesem Ergebnis sogar überflügeln.
Nach den Landesmeisterschaften kann Cecilia mit viel Selbstvertrauen nach München fahren. Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Leistungen!
Der Schützenkreis Teck wünscht allen Jungschützen „Gut Schuss“ auf der großen Bühne in München!
KJLMB